The Great Divergence Revisited

The Limits and Challenges of World History

  • Eric Vanhaute

Abstract

Dieser Beitrag diskutiert den Einfluss der Great Divergence-Debatte auf die Forschungen zur Weltgeschichte, insbesondere bezüglich der Potentiale und Grenzen für eine Schärfung der globalen Perspektive in der Sozialforschung. Dabei stehen vier Argumente im Vordergrund. Als gegenwärtig bedeutsamste Debatte in der Welt- und Globalgeschichte hat die Diskussion um die Great Divergence die schon lange existierenden Dispute um Konvergenz / Divergenz neu ausgerichtet und klar erweitert, indem sie neue empirische Forschungsfelder erschlossen, neuen Ansätzen Raum verschafft und neue Daten und Wissensbestände verfügbar gemacht hat. Die Dynamiken der Debatte treiben sie über ihre eigenen Begriffe und Fragestellungen hinaus, indem allgemeinere Interpretationen des modernen Kapitalismus überprüft werden. Globale Forschung zu Prozessen der Integration und Hierarchiebildung im globalen Kapitalismus machen eine systemische Mehrebenenanalyse notwendig, die Vergleiche und Verflechtungsanalysen, strukturalistische top-down- und akteurszentrierte bottom-up Ansätze (inklusive der Untersuchung von Frontiers) einschließt. Dies führt zu epistemologischen Reflexionen über die Great Divergence-Debatte in ihrem aktuellen Zustand und über die Grenzen bzw. Herausforderungen einer weltgeschichtlichen Perspektive.

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Published

2017

How to Cite

Vanhaute, E. (2017). Making Sense of the Great Divergence. Comparativ, 26(3), 101-118. Retrieved from https://www.comparativ.net/v2/article/view/563